Mein erster Halbironman ist geschafft! Und ich war es am Sonntag Abend ebenfalls :-)
Die Distanzen waren: 1.9km Schwimmen (im kalten Zürichsee), 90km Velofahren (2 Runden mit je 300 Höhenmetern) und 21km Laufen (2 Runden in der brütenden Hitze!). Das Schwimmen lief mir überraschenderweise am besten von den drei Disziplinen. Ich konnte ein gutes Tempo anschlagen und dieses bis zum Ende halten. Die Orientierung konnte ich auch gut behalten; ich merkte immer sofort, dass ich einen Umweg geschwommen bin :-) Somit konnte ich als Kategoriendritte das Wasser verlassen und mich mit meinem Rad auf den Weg machen. Ich versuchte in den zwei Aufstiegen nicht zu viel Kraft liegen zu lassen, damit ich auf der Ebene noch genügend Druck auf die Pedalen bringen kann. Da ich aber sowieso von Beginn an keine Kraft in den Beinen hatte, erübrigte sich das Einteilen. Meine Erkältung von der letzten Woche war wohl noch nicht ganz ausgeheilt. Die Muskeln schmerzten von Anfang an. Da aber dieser Wettkampf als Testrennen für den Ironman in Zürich galt, kümmerte ich mich nicht weiter darum.
Mit etwas steifen Beinen (es fühlte sich an wie eine Ente :-)) lief ich aus der Wechselzone. Es ist normal, dass sich die Muskeln auf den ersten Kilometern noch auf das Laufen einstellen müssen. Ich gab meinen Beinen also 30 Minuten Zeit, sich an die neue Bewegung zu gewöhnen. Als ich mich aber nach einer Stunde immer noch wie eine (angeschossene) Ente fühlte, wusste ich, dass es eine reine Kopfsache sein wird, den Wettkampf überhaupt zu beenden. Nachdem ich bei einem Verpflegungsposten die Getränke verpasst habe und fatalerweise einfach weitergelaufen bin, hatte ich eine gröbere Krise. Ich war mir bewusst, dass ich es zum nächsten Wasserstand schaffen muss, um mich wieder mit Flüssigkeit aufzufüllen und abzukühlen. Bis dahin musste ich aber die meiste Zeit gehen und war dem Aufgeben sehr nahe. Glücklicherweise holte mich bei der Verpflegung ein Triathlon-Kollege ein und wir beschlossen, das Rennen noch gemeinsam zu beenden. Die lieben Zurufe meiner Eltern und meines Freundes am Streckenrand halfen noch zusätzlich für die letzten Kilometern.
Zu meiner Überraschung reichte es trotz meinem Einbruch auf der Laufstrecke für den 3.Rang in meiner Kategorie. Obschon ich mit meiner Zeit nicht zufrieden bin, bin ich es mit der Leistung. Das Rennen benötigte viel Kopfarbeit und ich war einige Male kurz vor der Aufgabe. Meine Erkältung war noch nicht ganz ausgeheilt und die Lufttemperatur bereitete mir Mühe. Ich bin mir aber auch bewusst, dass noch einige Trainingsstunden fehlen für den Ironman. Ebenso habe ich in Rapperswil einige Fehler bei der Verpflegung gemacht, welche mir in Zürich nicht mehr passieren dürfen.
Ein herzliches Dankeschön an meine lieben Betreuer und für die vielen aufmunternden Zurufe am Streckenrand!
Hier noch ein kleiner Film vom Zieleinlauf

Fotos folgen
